Über uns

Wir sind Nina, Marthe, Judith, Luisa, Coco & Helene (von links nach rechts) – sechs Mädchen aus Berlin.

über-uns-gruppenfoto© Eva von Schirach

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Seit Mai 2013 dokumentieren wir auf unserem Blog die Arbeit an unserem Projekt “Mädchenjahreskalender”. Diesen haben wir im November 2015 zum dritten Mal heraus gebracht. Der „Mädchenjahreskalender“ ist ein Taschenkalender von Mädchen für Mädchen, der unseren Vorstellungen von einem praktischen aber auch ästhetischen Layout entspricht, gleichzeitig aber auch einen inhaltlichen Anspruch erfüllt. Mit den Portraits inspirierender Feministinnen und Essays, in denen wir uns mit gesellschaftlichen, politischen wie philosophischen Themen auseinander setzen versuchen wir zum Nachdenken anzuregen und Mädchen in unserem Alter auf Themen aufmerksam zu machen, die uns beschäftigten. Dabei liegt uns der feministische Schwerpunkt sehr am Herzen. Weitere Inhalte des Kalenders sind u.a. Interviews mit wichtigen Stimmen des deutschen Feminismus oder Guides zu alltäglichen Do-It-Yourselfs oder dem Thema Body Image. Die Texte und Interviews der letzten Jahre sind auf unserem Blog zu finden.

Den ersten „Mädchenjahreskalender“ haben wir im Dezember 2013 mithilfe einer finanziellen Förderung des Jugend Demokratie Fonds Berlin in einer Auflage in Höhe von 600 Exemplaren herausgebracht. Für diesen wurde unser Projekt 2014 mit der „Goldenen Göre“ – dem (mit 5000 Euro) höchstdotierten Preis für Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland vom Deutschen Kinderhilfswerk e.V. ausgezeichnet. Dank des Preisgeldes hatten wir die Möglichkeit, einen weiteren Kalender entstehen zu lassen, der im November 2014 in einer Auflage in Höhe von 1200 Exemplaren erschien. Den dritten Mädchenjahreskalender für das Jahr 2016 haben wir im November 2015 mit einer Auflage von 1700 Exemplaren herausgebracht. Zum ersten Mal stehen wir in diesem Jahr auch finanziell komplett auf eigenen Beinen.

Unsere Projektgeschichte und die dabei aufgetretenen Fragen, Erfolge und Hindernisse sind auf unserem Blog nachzuvollziehen.

Das folgende Video wurde im Frühjahr 2014 anlässlich unserer Nominierung für die Goldene Göre gedreht:

pd-randgestaltung_obenWer sind wir?

coco aglibut / Mädchenjahreskalender

Coco Aglibut hat nach der Schule eine Balkan/Osteuropa Tour mit ihrer besten Freundin gemacht und ist ab dem neuen Jahr in der Dominikanischen Republik. Sie ist für viele Sachen zu begeistern, für jede Diskussion zu haben, immer up-to-date was in der Welt so los ist und kann außergewöhnlich gut exen. Wenn man sie nicht erreicht, verkauft sie wahrscheinlich gerade Waffeln im Pavillon am Paul Linke Ufer, ist mit Netflix (& Chill) beschäftigt, oder hört in der Badewanne Harry Potter. Sie hat gerne mal crushs auf Frauen wie Chimamanda Ngozi Adiche, Laurie Penny oder Naomi Klein. Zu Schokolade, ihrem Handy und Budweiser kann sie nur schwer ,,Nein“ sagen. Ansonsten ist Cocos Terminkalender immer gut gefüllt und Entschleunigung sieht sie ,,eher kritisch“ – doch das ist eine Diskussion für sich.

Luisa

 

helene von Schirach / Mädchenjahreskalender

Helene von Schirach kann nicht kochen – dafür aber nach eigenen Angaben „ganz ok“ zeichnen. Fast alle der hübschen Illustrationen und viele der Extracollagen aus den MJKs hat sie leidenschaftlich getuscht und gebastelt, ob in Berlin oder 2013/2014 in Birmingham. „Helly“ ist sehr begeisterungsfähig, besonders für Vanillemilch (am liebsten die aus Soja) und die dänische Sprache. Ein Sinn für Zeit, weshalb sie oft zu spät kommt, Mengen oder Geld fehlt ihr eher, das ist aber nicht schlimm: Helly hat eine wunderbar konkrete Vorstellung von Ästhetik, was sich eben nicht nur an ihrer Kunst oder ihrem Musikgeschmack sondern auch ihrem schönen, schlichten Kleidungungsstil erkennen lässt.

Nina

 

judith Rinklebe / MädchenjahreskalenderNachdem sich Judith Rinklebe morgens das Gesicht mit Weleda Creme eingecremt hat, schwingt sie sich auf ihr Fahrrad und fährt von früh bis spät von einem Projekt zum nächsten. Zwischendurch verfällt sie in Tagträume über sexy Locken und Pizza oder durchstreift Schweden und Brandenburg auf der Suche nach Abwechslung. Judith steht ihren Freund_innen immer zur Seite mit kämpferischen Worten und Chips und ist bereit, bei anstehenden Matheklausuren solidarische Tränen zu weinen. Judith trifft man bei einem Bier oder Pommes, die sie ganz nach ihrer Art, möglichst oft das Diminutiv zu verwenden, „lecki“ findet, im Prenzlauer Berg oder man trifft sie gar nicht, denn Judith liebt mehr als Weleda Creme, Pizza oder Bier das allein sein, worüber sie auch im Mädchenjahreskalender 2016 geschrieben hat.

Marthe

luisa mielenz / Mädchenjahreskalender

Luisa Mielenz würde in einem schlechten ZDF-Film von uns allen „Das Nesthäkchen“ genannt werden. Aber das tun wir nicht, weil unsere Lugigi trotz ihrer jungen 17 Jahr (blondes Haar sowieso, welches auf unseren Gruppenfotos übrigens immer am besten liegt) die erwachsensten Collagen zusammen basteln kann und eh immer Rat weiß. Ansonsten hat Luisa nichts gegen ein nettes Wochenende auf dem brandenburger Lande, eine dezente Abneigung/ Angst gegen/ vor soziale Netzwerken, kann die betörenste Schokoladen-Tarte der Welt backen, weiß es ihre Schwäbischen Wurzeln vor aggressiven Berliner_innen zu verteidigen, tanzt eigentlich schon ihr Leben lang und hat immer die hotteste Kunst-Ausstellung in town auf dem Schirm.

Judith

marthe meinhold / Mädchenjahreskalender

 

Das erste, das Marthe Meinhold jemanden fragt, mit dem_der sie sich das erste mal unterhält ist, ob er_sie einen zweiten Namen hat. Ihrer ist Irene, was sie ok findet. Marthe mag keine Tomaten, dafür aber 60er Jahre Musik und Nudeln mit viel Pesto. Während sie hauptberuflich als passioniertes Fangirl in Einsatz ist, meint sie, ziemlich oft zu niesen und spielt und geht zudem auch noch sehr gerne ins Theater.

Helene

 

 

nina grabowski / MädchenjahreskalenderIn der 8. Klasse fing sich Nina Grabowski aufgrund ihres Faibles für Glitzerhosen, Batikshirts und bunten Fakefellbeuteln den Spitznamen Hanna Montana ein. 5 Jahre später nach dem Abitur ist Nina hauptsächlich auf Festivals unterwegs und reißt mit dem Zug durch Italien. In dieser Hinsicht hat sie diesen Sommer ihre beiden großen Leidenschaften ausgelebt. Sie ist nämlich ein kleiner Geschichtsnerd und ein echtes Partygirl – besonders gern tanzt sie zu spezieller Elektromukke (Goa, Techno, Deep House). Inzwischen macht sie ein Praktikum beim Internationalen Kinder- und Jugendkurzfilmfestival Berlin und ist parallel seit September diesen Jahres Bundesfreiwillige. Sie ist eine vorbildliche Tagebuchschreiberin, steht auf kleinen Nagetiere und ist ein nicht ganz so geheimer Musicalfan, was möglicherweise mit ihrem exotischen österreichischen Migrationshintergrund zutun hat. Sie beweist außerdem stets Charakterstärke, beispielsweise schreckt sie nicht davor zurück in vegetarisch dominierten Umfelder (MJK-Team) selbstbewusst an ihrer Bifi zu knabbert und weiß missbilligenden Blicken selbstironisch keine Beachtung zu schenken.

Coco

Zeichnungen: © Helene von Schirach

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Ein paar Worte zum Namen

Vor drei Jahren fingen wir an am Mädchenjahreskalender zu arbeiten und gaben dem Kalender seinen Namen. Seit dem befinden wir uns parallel zum Projekt auch selbst in einem Prozess. Wir haben unsere eigenen Meinungen und Einstellungen entwickelt, wurden für neue Problematiken sensibilisiert und haben andere Perspektiven, wie zum Beispiel die queerfeministische, Schritt für Schritt kennen gelernt. Heute werden wir oft gefragt, warum wir einen MÄDCHENjahreskalender „nur für Mädchen“ heraus bringen und was mit den Jungs sei und all jenen, die sich davon ausgeschlossen fühlen. Diese Kritik haben wir uns zu Herzen genommen und den Titel „Mädchenjahreskalender“ kritisch hinterfragt.

Der Mädchenjahreskalender war immer gedacht als ein Kalender von Mädchen für alle die sich als Mädchen fühlen, Mädchen aller Hintergründe, so unterschiedlich sie auch sein mögen. Die Inhalte und Themen die wir behandeln spiegeln häufig unsere eigenen Lebensrealitäten und Erfahrungen wieder und auch im Namen spiegelt sich unser Bewusstsein für diese, unsere Perspektive wieder. Es sind Themen die uns beschäftigen, die uns sorgen, mit denen wir uns auseinander setzen. Neben absolut universellen Themen wie dem Allein Sein, Klima und Nachhaltigkeit, Rassismus, digitaler Überwachung oder auch Organspende, sind auch solche dabei, mit denen sich vermutlich eher Mädchen konfrontiert sehen (Body Image, Verhütung, Girl Competition etc.).

Wir hatten nie die Absicht, irgendwen auszuschließen und freuen uns wirklich über jede*n der unseren Kalender nutzt, ließt und schätzt, doch sind wir uns auch unserer Perspektive bewusst und stehen daher noch immer hinter der Namenswahl, die wir vor gefühlt sehr langer Zeit getroffen habe. #FAQ

Warum Rosa?

Rosa ist für uns vor allem eine Farbe, eine die uns besonders gut gefällt. Oft wird behauptet rosa repräsentiere ein bestimmtes soziales Konzept von Mädchenhaftigkeit. Wir wollen dieses Konzept neu interpretieren und komplexer definieren. Deshalb haben wir uns für rosa entschieden um auch zu zeigen, dass Mädchenhaftigkeit und Emanzipation einander nicht ausschließen. Nägel lackieren, kochen oder Blümchenkleider steht für uns heute ganz und gar nicht im Gegensatz zu der Forderungen nach sozialer, ökonomischer und politischer Gleichheit.
Wir sind uns auch bewusst, dass es eine Menge Mädchen gibt die sich von unserer rosaroten Aufmachung möglicherweisen nicht angesprochen fühlen und denen dieses (ästhetische) Konzept von Mädchenhaftigkeit zu wieder ist. Im Feminismus geht es um die Freiheit, das tun, lassen und mögen zu können was jeder Mensch möchte.
Wir möchten uns nicht zu Stereotypen verpflichten lassen, aber auch nicht zu Antisterotypen. #FAQ

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Kontakt: maedchenjahreskalender@gmail.com