BYE, BYE 2014 – WAS BISHER NOCH GESCHAH

Wir hoffen, ihr seit alle schön vollgestopft mit Süßigkeiten, Braten, Nudeln, Eierkuchen, Kartoffelsalat, Suppe oder was es sonst bei euch über die Feiertage gab und geben wird. Wir sind es!

Nach unserem Verkaufsmarathon der letzten Tage war das auch dringend nötig, denn wir mussten psychisch und physisch buchstäblich erstmal wieder zu Kräften kommen. Kurz nach unserer Release-Party begannen wir, die Buchläden zu beliefern. Hier kannten wir einige schon und andere mussten wir erst für uns gewinnen. Allerdings sind wir ja alle Mädchen aus dem Prenzlauerberg und brauchten teilweise Unterstützung mit Führerscheinen, die uns halfen, die Mädchenjahreskalender in Kreuzberg, Neukölln und Schöneberg zu verteilen. Hier ein großes Danke an unsere Mamas, die ihre Nachmittage dafür opferten. Dann wurde es kritisch. Zuerst verloren wir unsere Kollegin Judith an die Italiener. Ehe wir blinzeln konnten, war sie auf einmal in Rom. Ihre Reise hatte unseren Segen aber trotzdem fehlten uns zwei Hände und ein Gehirn bei der Lieferung und Planung. Und dann bemerkten wir, dass wir schlecht verkauften. „Gestern hat sich eine Kundin für den Kalender interessiert, das war dann der erste, den wir verkauft haben.” So oder so ähnlich kamen Mails der Buchläden bei uns an. „Wie viele Kisten noch?”, fragten wir uns und „zwanzig oder mehr” war immer die Antwort. Bis zu dem Tag, als DER TAGESSPIEGEL begann, mit uns in Kontakt zu treten. Einen Nachmittag lang wurde gemailt, telefoniert und gehofft, am Abend bekamen wir den Hinweis, am nächsten Tag unbedingt die Zeitung zu kaufen.
Dann ging alles ganz schön schnell. Der Artikel brachte uns den Durchbruch und zu unserer Freude bekamen wir Emails, Facebook-Nachrichten und Lieferungsanfragen der Buchläden. Nur ein paar Tage später machten sich Coco und Nina nach Potsdam auf um dem FritzRadio ein Interview zu geben und am selben Tag kamen dann auch schon die Zeugnisse, ein paar Tage später Judith und wir hatten Ferien und waren ausverkauft. So schnell kann`s gehen.

Zwischendurch spielten wir einige Zeit lang mit dem Gedanken, Kalender nachzudrucken. Wir fragten Kunden, online und die Buchhandlungen, wie viel Interesse da noch bestünde und uns wurde tatäch
lich abgeraten. Wir sehen das mit gemischten Gefühlen. Eine zweite Auflage hätte einerseits für unseren Erfolg gestanden und zweifelslos noch einige Menschen glücklich gemacht, anderseits hätte das nochmal viel Geld, Energie und Zeit gekostet. Nicht grade die drei Ressourcen, die wir im Überfluss besitzen. Also haben wir uns jetzt dagegen entschieden.

Nach unserer kleinen Winterpause liefern wir die allerletzten Exemplare aus, die auf zauberhafte Art und Weise in den dunkelsten Ecken eines gewöhnlichen Kofferraumes auftauchten und uns sehr glücklich machten. Aber dann sind alle alle. Und dann starten auch wir mit unseren neuen Kalendern ins neue Jahr.

Es wird mal wieder Sylvester – man schafft es immer wieder. Wir hoffen, ihr hattet alle eine ganz wundervolle Weihnachtszeit und seid nun fit, es in drei Tagen richtig krachen zu lassen. Die Berliner/innen unter uns treffen sich ja vielleicht an der Eberswalder 😉
Allen anderen wünschen wir hier schonmal einen guten Start, Freude, Kraft, Liebe und Feminismus.

Liebste Grüße, die MjK-Ladies